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Aktuelles

 

Ehrung Hauptlöschmeister Paul Bendel:

Ehrungen verdienter Kameradinnen und Kameraden gehören zur Feuerwehr sicherlich wie Blaulicht und Martinshorn. So sind sie jedes Jahr fester Bestandteil des Kameradschaftsabends nach der Herbstübung. Für 45- aktive Dienstjahre (!) geehrt zu werden ist aber mit Sicherheit kein alltägliches Ereignis und bis zum heutigen Tage äußerst selten. So wurde in der wöchentlichen Donnerstagsübung am 07.11.2019 unser Hauptlöschmeister Paul Bendel für über 4,5 Jahrzehnte Feuerwehrdienst in Baienfurt geehrt. Kamerad Bendel konnte leider am Kameradschaftsabend aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen, so war es eine Selbstverständlichkeit sein Engagement zu einem späteren Zeitpunkt zu würdigen. Paul Bendel trat zum 01.10.1974 in die Feuerwehr Baienfurt ein. Ungewöhnlich für heutige Feuerwehrlaufbahnen begann seine Karriere zuerst mit dem Südtiroler Leistungsabzeichen bei den befreundeten Kameraden aus Tramin/ Südtirol. Anschließend absolvierte er die Grundausbildung sowie den Atemschutzgeräteträgerlehrgang der zu damaliger Zeit noch in Bruchsal stattfand. 1984 qualifizierte er sich dort weiter zum Gruppenführer und wurde schließlich 1986 hier auch zum Ausbilder für Truppmann/Truppführer ernannt. Einige Jahre später wurde er Maschinist und damit auch wichtiger Fahrer für die Löschfahrzeuge. Des weiteren verfügt Paul Bendel über alle Leistungsabzeichen und war viele Jahre Mitglied im Feuerwehrausschuss. Als Fluthelfer in unserer Partnerstadt Pirna ist er zusätzlich mit dem sächsischen Fluthelferorden ausgezeichnet. Man müsste in den Archiven nachschauen und aufwändige Nachforschungen betreiben aber es müssten einige Tausend Einsätze in den über 45 Jahren gewesen sein. So erzählt unser Paule auch oft den jungen Kameradinnen und Kameraden über den ein oder anderen spektakulären, nachdenklichen Einsatz und bereichert die Runde so ungemein mit seinem Erfahrungsschatz. Auch sein Dienstausweis (das Papier gleicht mittlerweile einem Relikt aus vergangenen Zeiten) trägt Paul Bendel stets bei sich, wie er stolz präsentieren konnte. In der besagten Donnerstagsübung überbrachten ihm Kommandant Forderer und sein Vize Schad so die Glückwünsche und ein Präsent vor angetretener Mannschaft und bedankten sich so, bei sicherlich einem weiteren Urgestein der Wehr. Vielen Dank Paule für über 45-Jahre Feuerwehrdienst in Baienfurt und weitere die Folgen! Deine Kameradinnen und Kameraden.

Foto von links: Kommandant Stefan Forderer, Hauptlöschmeister Paul Bendel, Stellvertretender Kommandant Simon Schad

 

 

 Jugendfeuerwehr wird zur Berufsfeuerwehr:

Am 02.11.2019 stand ein großes Event für unsere Jugendlichen an. Einmal eine 24h Stunden- Schicht wie bei einer  Berufsfeuerwehr (BF) zur erleben, das ist für viele Jungen und Mädchen in den Nachwuchsabteilungen ein Traum.  Nicht für unsere Jugendlichen, hier wurde es nun Wahrheit. Am Samstag den 02.11.17 hieß es um 8.00Uhr Antreten zum Dienstbeginn in der Feuerwache Baienfurt. Es begann eine 24h Stunden Schicht, getaktet wie im Alltag der Berufsfeuerwehr. Jeden Morgen findet hier das Antreten zum Dienst statt, bei dem jeder Angehöriger seiner Funktion in der Wachschicht eingeteilt und zugeordnet wird. Mit dabei diesmal die Kameraden/Innen der Jugendfeuerwehr Schlier samt Löschgruppenfahrzeug. Anschließend bezieht jeder sein Schlafdomizil und die Einsatzbereitschaft wird hergestellt. Natürlich wartet ein Berufsfeuerwehrangehöriger nicht nur darauf bis der Alarmgong den nächsten Einsatz signalisiert, sondern beschäftigen sich die Frauen und Männer der BF tagsüber in den verschiedensten Werkstätten und Verwaltungsbereichen einer Feuerwache. Hierzu zählen Atemschutz-, Schlauch-, Fahrzeug- und Gerätewerkstätten sowie viele andere Fachbereiche wie der Vorbeugende Brandschutz oder die Einsatzplanung, in denen so einiges an Arbeit ansteht. So wurde so mancher Jugendlicher zum Schreiner und bastelte Rauchhausattrappen, andere Beschäftigten sich mit der Reinigung und Wartung der Fahrzeuge und eine Gruppe kümmerte sich um das leibliche Wohl der Wachmannschaft in der Küche. Doch der erste Einsatz ließ nicht lange auf sich warten. Um 9.00 Uhr hieß es das erste Mal, Aufsitzen auf die Fahrzeuge und Raus auf die Straße. Brandmeldealarm in einem Lagerkomplex im Ortsteil Niederbiegen. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um eine Fehlauslösung durch Rauchen in einem Aufenthaltsraum handelte. Kein Einsatz für die Feuerwehr notwendig. Natürlich waren alle Einsätze nur gestellt, für den realen Alarm waren natürlich, wie das ganze Jahr über, die Aktiven der Einsatzabteilung zuständig. Noch kaum den letzten Happen Spaghetti aus der Wacheigenen Küche im Magen, alarmierte die Leistelle erneut. Diesmal etwas dramatischer. Abgestürzter Waldarbeiter, Personensuche und Rettung im Wald. An der Einsatzstelle angekommen bestätigte sich die Lage. Hier ist Teamwork gefragt. Auch dieser Einsatz wurde professionell abgearbeitet. Nachmittags hieß es dann unter anderem: Notfalltüröffnung für den Rettungsdienst, Großbrand landw. Anwesen in Schlier (Großübung mit den aktiven Einsatzabteilungen von Baienfurt und Schlier) und vieles Mehr. Kaum ist die Dunkelheit eingebrochen, kam das erste richtige Feuer. Brennt Müllbehälter auf dem Gelände des Gemeindebauhofs. Und wieder hieß es Aufsitzen, Ausrüsten und ran an die Lage. Die Brandbekämpfung zeigte schnell Erfolg und nach abschließender Kontrolle mit der Wärmebildkamera rückte man wieder ab. Unsere Köche riefen gegen 18.00 Uhr zum Essen. Schwäbisch, lecker, Wurstsalat stand auf dem Speiseplan. Aber an Feierabend ist nicht zu denken, ein Feuerwehrler schläft nie, er ruht nur. Um 19.00 Uhr Alarm für den Technischen Zug. Ausgelaufener Dieselkraftstoff auf über 100m Länge im Gewerbegebiet Falkenhorst. Nach kurzer Reinigung der Fahrbahn durch Bindemittel und Besen war die Gefahr für die Straßenverkehrsteilnehmer gebannt und die Kräfte rückten zufrieden in die Feuerwache ein. Bei nettem Beisammensein schauten sich die Jugendlichen am Abend gemeinsam einen Film an und gingen anschließend nach einem anstrengenden Tag ins Bett. Der eine früher, der Andere später. Doch mit Schlafen war nichts. Um 00.00Uhr mitten in der Nacht: Einsatz für den ganzen Zug. Verschüttete Person in Kieshalle. Eine Rettung mittels schweren Geräts war hier nötig. Nach Rückkehr vom Einsatz auf der Wache folgte die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Ein Versuch zu schlafen währte jedoch nicht lang. Um 6:00 Uhr schrillte letztmals der Gong: Brennt Holzstapel in voller Ausdehnung. Wieder einmal war die Zusammenarbeit zwischen den Jugendlichen hervorragend, so der  Zugführer gegenüber der Presse. Nach diesem Einsatz war es wieder hell geworden und nach Rückkehr zur Wache gegen 7:00 Uhr würde im echten Leben nun die nächste Wachschicht antreten. Nicht doch bei dem Jugendlichen. Hier stand nun der Feierabend an. Nach erfolgtem Abtreten der Wachmannschaft schickten die Betreuer ihre Nachwuchsberufsfeuerwehrler mit hochzufriedener, wenn auch schläfriger Miene nach Hause. Der ein oder andere Jugendliche wird bestimmt noch lange davon erzählen oder träumen. Bis es wieder heißt: Berufsfeuerwehrtag bei der JF Baienfurt. Oder wird der ein oder andere vielleicht wirklich mal den Weg zur Berufsfeuerwehr wagen? Es bleibt abzuwarten.

Bedanken möchte sich die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Fabio Maier und seinem Stellvertreter Andreas Kühnappel recht herzlich bei der Jugendfeuerwehr Schlier für die gute Zusammenarbeit. Des Weiteren bei Bauhofleiter Thomas Meschenmoser für das zur Verfügung gestellte Gelände des Gemeindebauhofs. Und nicht zu vergessen, bei den zahlreichen Betreuern sowie allen Unterstützer.

 

 

 Führungskräfteseminar Landkreis Ravensburg:

Einmal im Jahr ist es soweit, wenn der Kreisbrandmeister als Feuerwehraufsicht des Landkreises und höchst dotierter Feuerwehrmann des Landkreises seine Führungskräfte (Kommandanten, Stellvertreter, Fachberater, Ausbilder etc.) zusammenruft. Ein Abend lang findet dann eine Fortbildung zu verschiedenen aktuellen Themen aus dem Feuerwehralltag statt. Dieses Seminar fand dieses Jahr am 15.11.2019 in der Gemeindehalle statt. Über 250 Führungskräfte aus den Wehren des Kreises von Hoßkirch bis Aitrach kamen nach Baienfurt, um dieser Veranstaltung beizuwohnen.

Unsere Wehr präsentierte sich hier natürlich in voller Stärke und bewirtete die Gäste in gewohnt guter Manier während des gesamten Abends. Bürgermeister Günter A. Binder überbrachte Grußworte seitens der Gemeinde und eröffnete die Veranstaltung. Themen beim Führungskräfteseminar waren dieses Jahr u.a. Löschwasserrückhaltung bei Brandeinsätzen oder die spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen durch den Höhenrettungsdienst des Landkreises. Landesfeuerwehrarzt Dr. Andreas Häcker aus Ditzingen berichtete über das Krebsrisiko für Feuerwehrangehörige durch die Kontamination im Einsatz und auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Michael Otto überbrachte diverse Neuigkeiten. Eine rundum sehr interessante und gelungene Veranstaltung. Der Kreisbrandmeister überbrachte anschließend ein großes Dankeschön an Kommandant Forderer und seine Wehr. Die Feuerwehr Baienfurt dankt an dieser Stelle dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt, ganz besonders Andrea Enderle für die tolle Unterstützung und gute Zusammenarbeit. Weiterhin an die Firma Gessler+Funk Office Weingarten für die zur Verfügung gestellten Mediengeräte für diesen Abend. Danke auch an Herrn Frank Meier als Hausmeister der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit.

Natürlich standen die vergangenen Wochen auch einige Übungsdienste und Einsätze an. So beschäftigte man sich bei den Übungen mit Stationsausbildung im Bereich Notfalltüröffnung, Absturzsicherung, Leiterstellen und Steigen sowie Wasserförderung aus offenen Gewässern und Fahrzeugtechnik. „Be prepared“, immer vorbereitet zu sein auf das was kommt, so lautet unsere Devise.

Zusätzlich waren wir mit einigen Einsätzen beschäftigt. So wurde man zu Notfalltüröffnungen für Rettungsdienst und Polizei, Brandmeldealarmen und gemeldeten Bränden sowie technischen Hilfeleistungen gerufen. U.a. auch ein Verkehrsunfall mit einem LKW, welcher im Bereich Gewerbegebiet Niederbiegen seine Ladung verlor. So gingen einige hundert Glasflaschen zu Bruch.  Die Unfallstelle wurde gesichert und die Ladung wurde durch die Feuerwehr aufgenommen, die Straße gesäubert.

 

Ihre Feuerwehr Baienfurt

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit